Staryi Krim – Старый Крым
Wir haben Anfang Juli, es ist wechselhaft geblieben, aber noch
wärmer geworden. Ich fahre heute Morgen nach Staryi
Krim und besuche zuerst das armenische Kloster Surb-Khach
(Сурб Хач),
übersetzt: Heiliges Kreuz. An der Hauptstraße von/ nach Simferopol
steht ein Wegweiser und eine 4 km lange, schmale Asphaltstraße führt durch
dichten Wald zum Kloster. Am Tor wird man von einem Mönch begrüßt, hinter dem
Tor befindet sich ein kleiner Parkplatz. Das Kloster umfasst mehrere Gebäude,
die Heilig-Kreuz-Kirche von 1358 ist das Älteste. In der Kirche und im
Klosterinnenhof kann/ darf man nicht fotografieren- der Mönch steht daneben...
Dies ist das einzige noch verbliebene armenische Kloster auf der Krim- der Besuch
lohnt auf jeden Fall.
Nach der Legende ist der Name des
Klosters eng mit dem Khachkar (Kreuz aus Stein) des
6. Jhs. verbunden, das auf die Krim aus der alten
armenischen Hauptstadt Ani im 13. Jh. gebracht wurde. Viele Jahrhunderte
arbeiteten hier Architekten, Dichter und Maler.
Das Kloster spielt heute wieder eine
große Rolle im geistlichen Leben der krimschen
Armenier. Nach der türkischen Eroberung der Krim im Jahre 1475 wurde das
Kloster zum Hauptzentrum der Kultur der Armenier auf der Halbinsel, hier befand
sich die Residenz des Bischofs. Am Ende des 18. Jhs.
wurde das Khachkar nach Rostov
gebracht. Im Jahre 1925 wurde das Kloster geschlossen, und 2002 der Armenischen
Kirche zurück gegeben. Seitdem ist es wieder bewirtschaftet.
An der neuen Moschee im Westen von Staryi
Krim beginne ich meinen kleinen Stadtrundgang. Die Stadt (12000 Einwohner) hieß
ursprünglich Krym; von (Wehr)-Graben und war das
Zentrum des tatarischen Khanats. Dies wurde dann nach
Bakhchysarai verlegt und Krym
wurde in Staryi Krim (Altes Krim) umbenannt. Aber in
dieser Kleinstadt gibt es einiges zu entdecken.
*) Religionsvielfalt:
Zeugen Jehovas
Staryi
Krim hat eine kleine Website; teilweise sogar auf Deutsch: http://staryi-krym.narod.ru/de/index.htm
*) ЦЕНТР ДЕТСКОГО
ТВОРЧЕСТВА: Kulturhaus für Kinder
In einer kleinen Seitenstraße liegt das kleine, privat
entstandene Museum der Krimtataren. Hier kann man den früheren privaten Alltag der
Krimtataren nachvollziehen. Auch die Gebäude und der alte Lepeshka-
Backofen sind original erhalten. Bei der Ankunft wird man mit Pachlava- Gebäck und tatarischem Kaffee begrüßt. Eine sehr
nette Babuschka erklärt die Geschichte und in den
Räumen viele Einzelheiten des früheren Lebens. Leider nur auf Russisch...Freund,
wenn Du nach Staryi Krim kommst, besuche das Museum,
genieße Gebäck und Kaffee, und hinterlasse eine kleine Spende...
Museum
der Krim- Tataren: Historie, Leben und Kultur, das Schild an der
Straße ist irgendwann abgefallen und liegt jetzt im Innenhof...
Ich verlasse Staryi
Krim und in einem Bogen fast bis Feodosia steuere ich das nächste Ziel an: Koktebel und den KaraDag...
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